Auslandstierschutz vs. Welpenhandel

Auslandstierschutz vs. Welpenhandel – alles eine Frage der Perspektive.

Gastartikel einer jungen Autorin die im Tierschutz / Auslandstierschutz aktiv ist:

Auslandstierschutz vs. Welpenhandel

  • es wurde versucht, die Motive professioneller, gewerblicher Züchter wertfrei darzustellen und zu verstehen

 

Einfuhrbestimmungen – Hunde aus dem Ausland importieren

Hunde aus dem Ausland importieren

Jeder hat schon Mal etwas zum Thema „Hundehandel im Ausland“ gehört. Oft wird die Frage gestellt, wie kommt man eigentlich auf die Idee einen Hund aus dem Ausland mitzubringen? Meistens passiert es, wenn man Urlaub macht. Wenn die Hunde uns mit ihren süßen Hundeaugen ansehen, können wir nicht widerstehen. Dieses Thema ist sehr wichtig, insbesondere weil wir gerade die Urlaubszeit genießen und jetzt passiert es meistens – wie verlieben uns in einen Hundewelpen. Wie könnte man auch da widerstehen? Manche versuchen auch eine Zusammenarbeit mit den ausländischen Züchtern zu vereinbaren. Wie viele schon wissen, ist das ein sehr lukratives Geschäft. Meistens passieren solche Geschäfte in Tschechien, wo der Hundehandel am meisten verbreitet ist. Viele fragen sich schon, wieso passiert es meistens im Ausland. Ganz einfach! Es gibt sehr viele erfolgreiche und sehr ersehnte Züchter in Tschechien, die nur die gepflegtesten und schönsten Rassenhunde haben. Meistens ist es nicht immer so. Es gibt sehr viele Hundehändler, die es nur auf das Geld abgesehen haben. Aufgrund der falschen Vorlieben und Ziele passiert es auch oft, dass die Hunde in einer schlechten Verfassung angeboten werden. In diesem Fall sprechen wir über illegale Züchtungsanlagen. Egal ob man sich in einen Hund einfach nur verliebt hat oder ihn als Zuchthund aufziehen möchte, hierbei ist Vorsicht geboten. Bevor man ein Geschäft per Internet abschließt, sollte man sich selber ein Bild machen über den Zustand des Hundes und die eigentliche Haltungsart des Züchters. Manche tschechischen Züchter bieten auch eine Lieferung an die Haustür. Man sollte hierbei kein Risiko eingehen. Nachdem man eine jahrelange Erfahrung mit ein und demselben Züchter hat, könnte man auch eine Lieferung des Lieblings anfordern. Falls man den Züchter nicht kennt und man mit ihm das erste Mal eine Vereinbarung macht, sollte man sich persönlich über den Stand der Dinge überzeugen.

Tschechien, die Hauptdestination für den Hundehandel

Wer in Tschechien, einen süßen Hundewelpen sieht, verliebt sich auf den ersten Blick. Viele informieren sich im Netz über die Lage der Hundewelpen. Kann man den Hundehändlern überhaupt glauben? Die Traumdestination für diesen Handel mit Hunden ist natürlich Tschechien. Es werden jährlich 100.000 an Hundewelpen aus Tschechien adoptiert. Die meisten Geschäfte verlaufen problemlos und erfolgreich, aber auch in diesem Geschäft sollte man beide Augen aufhaben. Auch wenn man ein komplett gesundes Tier vor sich hat, können der Zoll und die enorm strikten Regelungen, das komplette Verfahren komplizierter machen, als es eigentlich ist. Die Frage stellt sich, wie erkennt man einen dubiosen Hundezüchter? Hierbei sollte man etwas mehr recherchieren. Man sollte sich immer eine zweite Meinung einholen, falls man neu in diesem Geschäft ist. Ein Australischer Shepherd für unglaubliche 300 Euro oder ein Sibirischer Husky für 250 Euro? Da sollte man schon Verdacht schöpfen. Bei Hunden sollte man keinen Schnellkauf wagen. Meistens ist es so, dass die Händler nur den Hund loswerden möchten. Die meisten Züchter versuchen die Leichtgläubigen mit günstigen Preisen zu locken, aber meistens ist es so, dass die Hunde todkrank sind.

Wie sieht die Rechtslage aus?

Ein Blick reicht und das Herz ist gestohlen, aber die Frage ist, sollte man ein Versuch starten und einen Hundewelpen aus Tschechien adoptieren? Wie sehen die Chancen aus? Ist der Handel mit Hundewelpen legal? Wir leben im Jahr 2018, aber es ist immer noch nicht von Vaterstaat gewährleistet ein Tier aus dem Ausland einfach mitzubringen. Es gibt auch bestimmte Gründe, wieso das immer noch nicht so leicht ist. Jedes Tier, das aus einem anderen Land kommt, kann bestimmte Gesundheitsprobleme oder Krankheiten aufweisen. Es besteht ein bestimmtes Ansteckungsrisiko von Tollwut für Menschen und andere Tiere. Es gibt viele andere Krankheiten, die tödlich für Menschen und andere Tiere verlaufen können. Der Vaterstaat möchte dieses Risiko verhindern oder zu mindestens reduzieren. Von Tag zu Tag werden die Importvereinbarungen immer strenger. Heutzutage gibt es eine große Anzahl an Regeln, Gesetzen und Verordnungen, die man befolgen muss. Deutschland ist ein wichtiges Mitglied der Europäischen Union und deswegen gilt auch hier die EU-Verordnung 998/2003. Diese Verordnung aus dem Jahr 2003, beschreibt die Gesundheitsbedingungen der Tiere, die importiert werden dürfen. Egal ob es ein Zuchttier oder heimatloses Tier ist, man darf sie nicht einfach über die Grenze transportieren. Es gibt 2 weitere Regelungen, die in diesem Fall sehr wichtig sind und die man sich ganz genau durchlesen sollte. Diese Regelungen sind: das „Hundeverbringungs- und –Einfuhrgesetz“ (kurz: „HundVerbrEinfG“) und das „Hundeverbringungs- und –Einfuhrverordnung“ (kurz: „HundVerbrEinfVO“). Falls man sich gegen das Gesetz oder diese Verordnung stellt, würde das eine Straftat sein. Besonders streng sind die Regelungen, wenn es um Hunde geht. In manchen Fällen sind die Hunde eingeschläfert worden, falls man eine gefährliche Krankheit festgestellt hat. Die Verordnung ist noch strenger, wenn es um ein Tier geht, das aus einem Land kommt, dass kein Mitglied der Europäischen Union ist. Falls man sich für einen Hund entscheidet, der außerhalb der Europäischen Union kommt, muss man auch die angeforderten Dokumente vorweisen. Zu den wichtigsten Dokumenten gehören:
1. Ein EU-Heimtierausweis – die Mikrochipnummer und jede Art von durchgeführten Impfungen sollten auch im Heimtierausweis sichtbar zu lesen sein.
2. Ein Nachweis sollte vorliegen, dass die Impfung gegen Tollwut und gegen andere Krankheiten durchgeführt ist. Eine Tollwutimpfung ist nur möglich, wenn das Tier gesund ist und sie sollte 3 bis 4 Wochen in Voraus durchgeführt werden.
3. Ein Mikrochip,
4. Eine behördliche Genehmigung sollte man auch einholen, sodass man den Hund über die Grenze problemlos transportieren kann. Diese Genehmigung benötigt man auch wenn man den Transport über einen Tierschutzvereine durchführt. Die Erlaubnis kann man sich bei den Amtstierärzten oder bei der örtlichen Behörde einholen. Ein große Hilfe bei diesem Verfahren sind auch die deutschen Tierschutzorganisationen. Diese Organisationen bieten Hilfe und Informationen an, sodass man das Verfahren zum Import des Lieblings auch ohne Komplikationen und Überraschungen erfolgreich durchsteht. Die restlichen Informationen und einzelnen Bedingungen kann man sich bei der örtlichen Botschaft einholen. Das Europäische Parlament und der Rat haben diese Anordnungen ermittelt und erstellt. Alles zum Thema Rechtslagen und Legislativen kann man ganz genau im Netz nachlesen. Neuerungen der Legislativen und Gesetze zum Thema Import von Hunden aus dem Ausland, kann man auf den folgenden Seiten nachlesen: https://eur-lex.europa.eu/search.html?lang=en&SUBDOM_INIT=ALL_ALL&DTS_DOM=ALL&type=advanced&DTS_SUBDOM=ALL_ALL&DC_CODED=5369&qid=1537270065741&locale=de und http://www.gesetze-im-internet.de/hundverbreinfg/__2.html. Falls man sich für einen Hund entschieden hat, der als „Gefährlich eingestufte Hunderasse“ anerkannt wird, kann das Verfahren noch komplizierter sein. In diesem Fall gilt das „HundVerbrEinfG“ bzw. „Hundeeinfuhrbeschränkungsgesetz und Hundeverbringungsgesetz“. Zu den Einzelnen „Gefährlich eingestufte Hunderassen“ gibt es mehr Informationen unter der folgenden Webseite des deutschen Zolls: http://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Reisen-nach-Deutschland-aus-einem-nicht-eu-Staat/Einschraenkungen/Gefaehrliche-Hunde/regelungen_bundeslaender.html;jsessionid=A36C34345DA83CE46FD2E1D2F64AE7BF.live4411?nn=288116&faqCalledDoc=288116. Es gibt auch bestimmte Regelungen, die man als Flugbegleitung einhalten sollte.
Nach der „Hundeverbringungs- und –Einfuhrverordnung, HundVerbrEinfVO“ Verordnung, nach „§3 Pflichten der Flugbegleitung“ sollte man folgende Dokumentation nachweisen können:
1. Amtlicher Nachweis, zu welchen Zwecken man die Hunde importieren möchte,
2. Nachweis, dass der Hund nicht aggressiv ist,
3. Nachweis zum offiziellen Wohnort des Hundes.
Ein detaillierter Bericht zu den Gesetzen und angeforderten Dokumenten für einen reibungslosen Transport kann man unter dieser Webseite finden: http://www.gesetze-im-internet.de/hundverbreinfvo/__3.html.

Ist es eine gute Idee einen Hund aus dem Ausland zu bestellen?

Der Transport für einen Hund ist oft mit viel Stress verbunden. Für einen Menschen, der strapazierbarer ist als ein Hund, kann es anstrengend sein 460 km Entfernung zu überqueren. Die Tiere hatten meistens ein sehr schlechtes Verhältnis mit ihren Tierzüchtern. Die meisten Tierhaltungen konnten bis zum Jahr 2010. kein gutes Lebensverhältnis für ihre Hunde aufweisen. Jeder, der einmal in Tschechien war, weiß, dass dieses Land sehr tierfreundlich ist. Jeder zweiter hat in Tschechien einen Hund oder eine Katze. Von Jahr zu Jahr werden immer mehr „schwarze Schafe“ aus dem Verkehr gezogen. Je mehr solcher Ganoven ertappt werden, desto mehr Hunde werden befreit. Hierbei sollte man beachten, dass man nur zertifizierten Züchtern eine Chance geben sollte. Von der Art der Tierhaltung bis zum Verhältnis mit den Tieren, alles sollte man unter die Lupe nehmen. Es sollte sich jeder gut überlegen, ob er das Risiko eingehen möchte. Hierbei geht es nicht nur um einen „Fehlkauf“. Hier geht es um ein Lebewesen! Auch wenn die Tierhaltung optimal verlaufen ist, kann die Anfahrt für das Tier Trauma verbunden sein. Insbesondere von einem Trauma betroffen sind kranke Hunde. Die meisten überleben die Anfahrt nicht. Das Hauptproblem, das im Ausland vorhanden ist, ist die große Anzahl an heimatlosen Tieren, die auf der Straße leben. Die meisten Tiere, die heimatlos sind, haben keine tierärztliche Versorgung und jeder zweiter Hund ist nicht kastriert. Auf diese Weise wachst die Anzahl der heimatlosen Tieren auf der Straße. Aufgrund der mangelhaften oder nicht vorhandenen Fressen ist das ein Kampf für das nackte Überleben für die armen Hunde und Katzen. Seit Jahren arbeiten die Behörden an den Kastrationsprogrammen. Viele Behörden versuchen den Handel etwas zurückzuschrauben, denn es gibt nur in Deutschland mehr als 1 Million Katzen und Hunde, die auf ein Zuhause warten. Im Ausland ist diese Zahl noch größer. Die meisten illegalen Anlagen zwingen die Hunde in schlechten und nicht adäquaten Bedingungen, zu leben. In diesen Fällen ist der Raum voll mit Hundehaufen. Auf diese Weise ermöglicht man eine ideale Oase für gefährliche Bakterien und ansteckenden Krankheiten.

Wie sieht das Verfahren aus?

Das ganze Verfahren kann auch kinderleicht verlaufen. Erstmals kümmert man sich um den Hund. Von der Impfung bis zu anderen wichtigen Versorgungen, alles wird für den liebsten Hund organisiert. Man kann ihn in das örtliche Tierheim fahren, um ihn mit den Tollwutimpfungen zu versorgen. Nach 3 oder 4 Wochen kann man den Hund mit einem Flugpaten zu sich holen. Die einfachste Art so einen Flugpaten zu finden, sind Anzeigen im Netz. Bei diesen Stellenanzeigen sollte man aufpassen, den auch in diesem Geschäft gibt es sogenannte „schwarze Schafe“. Die meisten Flugpaten kennen sich mit den deutschen Regelungen und Gesetzen aus, aber man sollte auch, da suggestiv nachfragen, wie der Stand der Dinge aussieht. Besonders gut aufpassen sollte man bei Ländern die nicht zu der Europäischen Union gehören. Auf diese Art und Weise kann man unnötige Komplikationen des Verfahrens verhindern. Das Verfahren ist deutlich einfacher, wenn das Land zu der Europäische Union gehört. Innerhalb der Europäischen Union sind die Regelungen gleich und da sind die Züchter maximal vorbereitet.

Fazit

Egal ob man den Hund als Zuchttier oder als Haustier importieren möchte, die Regelungen und Gesetze werden immer schärfer. Die meisten tschechischen Züchter überlassen den Aufwand den Züchtern in Deutschland. Es ist ein lukratives Geschäft und es bringt den tschechischen Züchtern viel Geld ein. Schwarze Scharfe gibt es überall und deswegen sollte man vorsichtig handeln. Man kann nicht nur viel Geld auf das Spiel setzen, sondern auch noch ein unschuldiges Tierleben. Es gibt sehr viele deutsche Züchter, mit denen man auch eine lukrative Züchtung vereinbaren kann. Eine gute Alternative sind Züchter, die direkt aus der Europäischen Union kommen. Auf diese Weise kann man einen sicheren Gewinn erzielen und man muss kein Hundeleben auf das Spiel setzen.

 

Soweit die vorstehende Antwort fachliche Ausführungen enthält, sind diese aus rechtlichen Gründen unverbindlich.

 

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