Etappe 2: C’est la vie

Das Frühstück am nächsten Morgen beschert mir einen regelrechten Schock.

Bevor wir nach Frankreich fahren, überprüfe ich noch einmal Buds Impfausweis und stelle mit Entsetzen fest, dass ich vergessen habe seine Tollwutimpfung zu aktualisieren. Sie ist jetzt genau 2 Tage überfällig.

Ich ärgere mich maßlos über mich selbst und bin wütend.

Jetzt kann ich doch nicht nach Frankreich fahren. Oder ich kann Bud nicht mitnehmen. Lange überlege ich hin und her, was ich machen will und entscheide mich schweren Herzens dafür, Bud hier in Deutschland zu lassen. Vielleicht wird ihm die kleine Auszeit vom Reisen auch ganz gut tun. Durch Zufall stoße ich im Internet auf eine nette kleine Hundepension in Leutesheim nicht weit von der Grenze entfernt.

Die Frau am anderen Ende der Leitung klingt sehr nett und sie haben auch noch Kapazitäten frei, weshalb ich spontan beschließe, mir die Hundepension näher anzuschauen. Wir fahren also bei Linx von der A5 ab in den attraktiven Ort Leutesheim. Die private Pension ist wirklich schön und die Betreuerin sehr nett. Eine richtige Pension ist es eigentlich nicht. Die Frau betreut maximal zwei Gasthunde; was mir sehr gut gefällt. Dennoch, so richtig wohl fühle ich mich nicht damit, meinen kleinen Liebling in Leutesheim zu lassen, aber ich möchte auch gleichzeitig nach Frankreich weiterfahren. Den Rest des Tages verbringe ich mit ihm am Rhein und schmuse ihn nochmal ganz fest, bevor ich ihn zurücklasse.

Ich fahre noch am Abend weiter, weil ich mir sonst selber nicht trauen würde, Bud nicht doch wieder zu holen. Meine Reise führt mich nach Kehl. Bevor ich weiterfahre nach Straßburg, werde ich hier nochmal ein bisschen runter kommen und mindestens eine Nacht bleiben.

Die Stadt Kehl fasziniert mich nicht nur deshalb so sehr, weil sie so gemütlich und urig ist, sondern natürlich auch, weil sie das Tor zu Straßburg ist.

Die Nacht verbringe ich in einem kleinen, urgemütlich eingerichtetem Hostel. Es ist nichts wirklich Besonderes, aber es erfüllt seinen Zweck. Bevor ich meine Habe jedoch im Hostel unterbringe, muss ich dringend meinen Fiat tanken. Zum tanken nach Frankreich 🙂

Ich bin total überwältigt, dass der Sprit auf dieser Seite des Flusses so günstig ist! Und das nur knappe 2 Autominuten von Deutschland entfernt! Vielleicht sollte ich einfach auswandern. Aktuell gefällt mir die Idee jedenfalls sehr gut.

Fortsetzung wie in Prag, in Tschechien,
schauen Sie gerne öfter hier rein; virtuell von Kopřivnice in Tschechien durch Regensburg – Nürnberg – Crailsheim – Heilbronn – Karlsruhe – Rastatt – Bietigheim – Linx – Leutesheim – Kehl in Deutschland nach Strasburg in Frankreich zu reisen macht Spass…